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Bürgerliche Stiftungen


[1] Neben den Spitalstiftungen, Bruderschaften und Herbergen sind zahlreiche Stiftungen von Privatpersonen zugunsten der ärmeren Bevölkerung im 15. Jahrhundert zu verzeichnen.

Neben dem Stipendium des sog. Collegium Saxonicum an der Universität Erfurt durch den Domherrn und Propst des Kreuzstiftes Tilo Brandis, sind namentlich sehr zahlreiche Stiftungen von Brot, Kleidern und Schuhen für Arme, dann Holz und Kohle, 1488 eine besondere zur Ausstattung heiratender armer Mädchen zu nennen. In reichen Bürgerhäusern war es üblich, bei Todesfällen Arme zu speisen, wofür Brandis in seinem Tagebuch mehrere Beispiele erwähnte.

Mit dem Erstarken der städtischen Verwaltung ging die Regelung der Wohltätigkeitsanstalten teilweise auch in ihre Hand über.

Text-Quelle: [1] Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Selbstverlag der Provinzverwaltung; Hannover 1912, Band II, Heft 4, Teil 2, Seite 81 


Antonius-Stiftung

Antonius = ndt. „Tönnies“ 

 

Benannt nach dem Heiligen Antonius v. Padua der u.a. Schutzpatron der Aussätzigen ist. Zu deren Gunsten hatte ein Hildesheimer Ratsausschuß alljährlich einige Schweine zu mästen.

Über diesen Ratsausschuß gibt es eine geschichtliche Erzählung von Gustav Falke: „Herr Hening oder Die Tönniesfresser von Hildesheim “ von 1910.

Familie-Fritz-Stiftung

Der Sitz der Stiftung befand sich im Hinterer Brühl Nr. 18.

Mehr ist z. Z. nichts über diese Stiftung zu erfahren.

St. George-Stift

[1] Das sogenannte St. Georgstift in der Kreuzstraße, 1829 gestiftet zur Aufnahme von Töchtern gebildeter protestantischer Familien, steht an Stelle der vom Heerdeschen Kurie.

 

[ ] Das Stift wurde 1842 auf Anregung von Dr. Lüntzel gegründet, um Wohnungen für ledige Damen aus „gehobenen Kreisen“ einzurichten.

Diese Wohnungen standen in der Kreuzstraße neben dem Rheinischen Hof

Den Antrag zur Gründung stellte Lüntzel bereits 1821. Er konnte nicht verhindern, daß auf Anweisung des hannoverschen Regenten Georg IV. das Wohnrecht Töchtern der evangelischen und der katholischen königlichen Dienerschaft vorbehalten bleiben sollte.

Gemeinhin lebten 12 Damen in diesem Gebäude, das noch ein Chorteil der ehemaligen Stephanikirche enthielt.  

Die Kosten für die Errichtung der Wohnungen kamen aus Mitteln des Klosterfonds, aus der gleichen Quelle flossen auch die Zuwendungen für den Lebensunterhalt der Bewohnerinnen.

Text-Quelle: [1] A. Zeller: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Band 2, Kapitel 4: Bürgerliche Bauten; Selbstverlag, Hannover 1912; Seite 106

Hedwig-Stift

Das Hedwig-Stift befand sich in der Gartenstraße 12.

Mehr ist z. Z. nichts über die Stiftung zu erfahren.

 

 

 

 

 

Bildquelle:

- Ansichtskarten:  Privatbesitz H.-J. Brand

Helmersche Stiftung

Die Helmersche Stiftung befand sich im 1570 erbauten Viwegh’schem Haus im Brühl 42, welches 1945 im Bombenhagel zerstört wurde.

Johannis(hof)-Stiftung

[W] Bevor der Hildesheimer Dompropst  Rainald von Dassel Reichskanzler von Kaiser Friedrich I. wurde, schenkte er 1161 der Stadt ein Hospital,  eine Kombination aus Altenheim, Krankenhaus und Herberge für Fremde. Die Baukosten für das Haus und einer danebenliegenden Brücke, der  Johannisbrücke, bezahlte v. Dassel aus eigener Tasche. 

Diese Johannishofstiftung stattete er mit so reichem Grundbesitz aus, daß die Stiftungsmittel heute noch nicht erschöpft ist; trotzdem sie mittlerweile widerrechtlich in den Besitz der Stadt gekommen ist.

Rainald v. Dassel kannte jedoch seine Standesgenossen nur zu gut. Darum ordnete er in seinem Testament nicht nur an, daß jedes Jahr namhafte Weihnachtspenden an arme Familien zu verteilen seien, er bestimmte auch in der Satzung, daß jeder Domherr alljährlich drei arme Familien  aufzusuchen und zu beschenken hat. Die Domherren sollten auf dieser Weise niemals die Armut aus dem Gesicht verlieren. 

Die Johannishofstiftung wirkt auch nach über 850 Jahren noch segensreich im Sinne des Stifters im Bereich der Stadt Hildesheim. So wurden in den vergangenen 10 Jahren Einzelfallhilfen in Höhe von über 1 Mio. € gewährt und seit 2008 ca. 150 Projekte von über 50 verschiedenen sozialen Einrichtungen mit ebenfalls rd. 1 Mio € gefördert. Damit erfüllt die Stiftung eine wichtige Funktion bei der Unterstützung bedürftiger Menschen außerhalb staatlicher Leistungen.

Stiftungszweck lt. Satzung: mildtätige Förderung von bedürftigen Hildesheimer BürgerInnen und Förderung sozialer Projekte.

(Im Original Übernommen)

Text-Quelle:

- Literatur

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Kaiser-Wilhelm-Stiftung

Leverkühn-Stiftung

Rex-Brauns-Stiftung

Die Rex-Brauns-Stiftung wurde 1919 auf Initiative des damaligen Geschäftsführer des "Verband für Leibesübung" Georg "Rex" Brauns ins Leben gerufen.

Aufgabe dieses Hilfsfonds war die Unterstützung von Sportlern und Sportlerinnen, die nach Unfällen Unterstützung brauchten. 

Roland-Stift

siehe auch: Rolandstift/-haus (Gebäude)

Das historische Gebäude am Hildesheimer Marktplatz wurde vom Senator Erasmus Roland 1769 für arme und unverheiratete Bürgertöchter gestiftet. Das Stifthaus stand bis zur Zerstörung 1945 in der Rathausstraße 23.

Es war ein großes massives Haus mit einem hohem, gotischen Treppengiebel und kleinen, spitzbögigen Fenstern.

Der große barocke Vorbau wurde nachträglich angebaut.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Fassade im Zuge des Neubaus der Sparkasse (rechter Gebäudeteil) wieder errichtet.

FOTO/BILD - ANSICHTSKARTEN

Text-Quelle:

- Literatur

- Webseite

Bildquelle:

- Ansichtskarten

- Foto / Bild


A. v. Behr, "Führer durch Hildesheim", Verlag A. Lax, Hildesheim 1935, Seite 12



Privatbesitz H.-J. Brand

http://www.bildindex.de/obj05231766.html#|1


St. Georg-Stift

Das sogenannte St. Georg-Stift in der Kreuzstraße, 1829 gestiftet zur Aufnahme von Töchtern gebildeter protestantischen Familien, stand an der Stelle der ehemaligen Heerdeschen Kurie.

Text-Quelle:

- Literatur

 

- Webseite

 

Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Selbstverlag der Provinzverwaltung; Hannover 1911, Band II, Heft 4, Teil 1, Seite 106


Schoch-Stiftung

Sieben-Brüder-Schmitjan-Stift

Entsprechend eines Zeitungsausschnitts in der Hausakte Feldstr. 27 aus der "Hildesheimer Presse" vom 03.02.1953 wurde der Stadt Hildesheim von Frau Ernestine Nagel geb. Schmitjahn 1866 Grundbesitz vermacht, mit der Auflage, daß aus dem Verkaufserlös Wohnungen für bedürftige Hildesheimer Familien gebaut werden sollten. Sie stellte dabei die Bedingung, daß die Häuser die Namen ihrer sieben Brüder (Paul, Wilhelm, Franz-Egon, Levin, Maximilian, Clemens, Floridus) tragen und immer in einem ansehnlichen Zustand gehalten werden müßten. Die Gebäude wurden früher als Altenwohnungen genutzt.

 

→   "Sieben-Brüder"- Wohnanlage

Text-Quelle:

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