Die Jüdischen Bauwerke


Der Judentempel

1385 erwähnt eine städtische Urkunde an der Stelle des heutigen Harlessem-/Tempelherrenhaus einen "Judentempel". 

Dieses konnte jedoch bis heute wissenschaftlich nicht bestätigt werden.


Judenherberge

Die Judenherberge befand sich in der Neustadtauf der Kesselei“ (Kesslerstraße). In ihr gab es jedoch keine Beköstigung sondern nur die Möglichkeit zur Übernachtung.

Text-Quelle: W. Wachsmuth; Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte "Die Zustände in Hildesheim..."; Bauer & Raspe, Nürnberg 1857, Seite 8


Jüdisches Kinderheim

In der jüdischen Volksschule am Lappenberg 21 wurde Anfang des Jahres 1940 ein Kinderheim eingerichtet. Die Gründung dieses Schulheims an der Volksschule hatte zwei Ursachen. Zum einen gab es rückläufige Schülerzahlen, da immer mehr jüdische Bürger aufgrund der zunehmenden Diskriminierungen emigrierten.

Ende 1939 wurden in der Schule nur noch 10 Schüler unterrichtet. Um eine Schließung der Schule zu verhindern, wurde das Schulheim eingerichtet, in der schon bald Schüler aus Ostfriesland untergebracht wurden. Wie lange das Schulheim und die jüdische Schule dann noch Bestand hatten ist unklar.

Von der ersten Deportation Hildesheimer Juden  im März 1942 waren besonders Kinder und Jugendliche betroffen. Vermutlich war die Schule schon vor dem 30.6.1941 geschlossen. An diesem Tag wurde die Existenz sämtlicher jüdischen Schulen im Reich per Verordnung beendet. 

Text-Quelle: 


Jüdische Volksschule

Das 1859 errichtete Gebäude der ehemaligen jüdischen Schule am Lappenberg wird heute als Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Godehard genutzt. 

Bild/Foto

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Hildesheimer Heimat-Kalender; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1973, Seite 61



Synagoge auf dem Lappenberg

Kurz nach 1600 siedelte sich am Rande der Stadt, am Lappenberg, Juden an. Ihren Tempel hatten sie jedoch auf dem Moritzberg in der  heutigen Bergmühlenstraße.  

Fast 250 Jahre später, am 19.10.1848, gestattete der Hildesheimer Magistrat den Vorstehern der Synagogengemeinde die „Anstellung einer Hauscollecte in hiesiger Stadt behuf des Neubaues einer Synagoge“. Zehn Tage später erschien in der „Gestenbergschen Zeitung“ ein Aufruf dazu, der von dem Landesrabbiner Landsberg, von W. Dux und von J. Meyerhof unterzeichnet war.

Am 8. November 1849 wurde die neue Synagoge durch den Landesrabbiner eingeweiht.

Die Synagoge war ein schlichter, grauer Zentralbau an der nördlichen Breitseite des dreieckigen Lappenberg-Platzes.

Dort stand sie, bis - fast auf den Tag genau - neunzig Jahre später das Verhängnis über dieses Haus hereinbrach. In der sogenannten „Reichskristallnacht" vom 9. Zum 10. November 1938 ließ blinder Haß die Synagoge in Flammen aufgehen.

Damit begannen auch die Vernichtung und die Vertreibung der Hildesheimer jüdischen Bevölkerung aus unserer und aus ihrer Stadt.

An diese grausame Tat erinnert heute ein Gedenkstein mit dreisprachiger Inschrift - in hebräisch, englisch und deutsch.

Ansichtskarten

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Hildesheimer Heimat-Kalender; "Als blinder Haß waltete", Gerstenbergverlag Hildesheim, 1967, Seite 70



Privatbesitz H.-J. Brand

Hildesheimer Heimat-Kalender; "Als blinder Haß waltete", Gerstenbergverlag Hildesheim, 1967, Seite 70



Synagoge auf dem Moritzberg

Im 17. Jahrhundert hatten sich die aus Hildesheim vertriebenen Juden am Ende der Bergmühlenstraße einen Tempel errichtet.

 

Text-Quelle: Gebauer, „Geschichte der Stadt Hildesheim“; A. Lax-Verlag Hi., 1922; Band 1, Seite



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