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Der Renatabrunnen


auch: Julius Wolff-Brunnen

 

[7] Der am Südende der Sedanstraße vom Bildhauer Juckoff-Skopau - nach dem Epos "Renata" von Julius Wolffs  - errichtete Brunnen wurde 1911 der Stadt von einem „kunstsinnigen“ Bürger, dem Hildesheimer Fabrikanten Gustav Fräkel, geschenkt. Zur Einweihung am 30. Juli 1911 war auch die Wittwe Julius Wolffs anwesend.

Die Figur stellt die Hauptperson des Epos dar. Die kleinen, zur Seite der überlebensgroßen Statue aus Eisen, in Stein eingelassenen Rundbilder zeigten Szenen aus der Wolff'schen Dichtung : die Renata, wie sie vor dem Altar der Godehardikirche den Silberpokal weiht und die Darstellung der beiden Mönche, die aus dem Pokal trinken. Aus sechs Löwenköpfen floß Wasser in das Brunnenbecken, das von einer Baum- und Strauchgruppe umgeben war.

Renata war es denn auch, die den Brunnen in ganzer Gestalt krönte, sinnend blickte sie auf den Pokal in ihren Händen – und die Hildesheimer sprachen prompt von der „Jungfrau mit der Handgranate".

Nach dem 2. Weltkrieg verschwand der Brunnen samt Grünanlage.

 

Ansichtskarten

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[7] F. Borgmeyer, "Führer durch Hildesheim", Verlag F. Borgmeyer Hildesheim 1920, Seite 77

 

 

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