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Schulen und Lehranstalten


Das Schulwesen in Hildesheim

Unter den Schulen nahm in Hildesheim die Domschule die höchste Stellung ein; sie war geleitet von dem Canonieus (Kanoniker) Scholasticus, dem der Rektor Scholarum sowie eine Anzahl Lehrer, die Praeceptores, zur Seite standen.

Diese Schule war bis zur Reformation von 400 – 600, vielfach adeligen und auch zahlreichen auswärtigen Schülern besucht. Der Unterricht war kostenlos, die Unterhaltung war Sache des Domstiftes.

Neben diesen und verschiedenen, an Stifte und Kirchen angegliederten, hatte Hildesheim in der späteren Zeit auch städtische Schulen.

Die erste entstand in Hildesheim im Zentrum der Stadt um die Andreaskirche, die Kinder der dort wohnenden Bürger besuchten vorwiegend die „Schule auf dem Andreaskirchhofe“. Ihre Schüler unterscheiden sich nach: „Kindern aus der Schule“, unter dem Kindermeister; „Pfarrschüler“ (parscholere), auch Pfarrschüler des „Dechanten“ oder „Schüler aus der Pfarre“; und endlich „Chorschüler“ (korscholere), Schüler des Canonicus, auch „unsere Schüler“, d. i. Stiftsschüler“, genannt.

Es waren demnach drei Anstalten: die Andreasstiftschule, daneben eine niedere Schule für die elementarsten Fächer als Vorbereitung für die höhere, die Stiftsschule, endlich die Pfarrschule, die dem Dechanten von St. Andreas unterstanden.

Text-Quelle:

- Literatur

 

- Webseite

 

A. Zeller: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Band 2, Kapitel 4; Selbstverlag, Hannover 1912; Seite 40/41