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Autoverkehr


Droschken in Hildesheim

1914:

Das Taxameter-Droschkendepot befand sich in der Bismarckstraße 3.

Die Droschken standen am Hauptbahnhof bzw. waren telefonisch zu bestellen (Tel. 2401).

Die Anfahrt bei 400 m Entfernung, auch bei bestellten Droschken war frei. Sobald jemand einstieg, war der Taximeter einzustellen. Wenn zwischen dem Halteort und dem Ort, wohin die Droschke bestellt oder geholt wird, ein Zwischenraum von mehr als 400 m liegt, so war für die Anfahrt 25 Pfg. zu entrichten.

Der Tarif (während der Kriegszeit mit Zuschlag) wurde folgendermaßen berechnet:

Taxe I:  Bis 1000 m Wegestrecke 50 Pfg., je weitere 500 m 10 Pfg., für 1-2 Personen am Tage innerhalb des Droschkenbezirks.

Taxe II: Bis 750 m Wegestrecke 50 Pfg., je weitere 375 m 10 Pfg., für 3-4 Personen innerhalb des Droschkenbezirks; mehr als 4 Personen zahlten nach Taxe III

Taxe III: Bis 500 m Wegestrecke 50 Pfg., je weitere 250 m 10 Pfg., für 1-4 Personen nachts innerhalb des Stadtgebietes. Landtaxe: außerhalb des Stadtgebietes nach noch zu treffender Feststellung des Bezirks: 1-2 Personen nach Taxe II, 3-4 Personen nach Taxe III.

Kinder: 1 Kind bis zu 10 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen war frei; 2 Kinder bis zu 10 Jahren galten für 1 Person.

Als Nachtzeit galt: Vom 1. Oktober bis 31. März die Zeit von 10 h abends bis 8 h früh; vom 1. April bis 30. September die Zeit von 11 h abends bis 7 h früh.

Gebäck bis zu 10 kg war frei, über 10 kg bis 25 kg ½ Mark, für jede weiteren, wenn auch nur angefangenen 25 kg ¼ Mark, bis zum Höchstbetrag von 1 Mark.

Wartezeit für alle 3 Taxen: Vor Beginn der Fahrt 3 Minuten frei, alsdann je 4 Minuten 10 Pfg.,

eine Stunde 1 1/2 Mark.

Text-Quelle:

- Literatur

- Webseite

Bildquelle:

-Werbung





Broschüre "Erinnerung an Hildesheim"; Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs; Hildesheim ca. 1910-20, Seite 24



Das Droschkendepot

Das Droschkendepot befand sich (1914) in der Bismarckstraße 3 und war unter der Telefonnummer 2401 erreichbar.


Fuhrunternehmen -Taxen

In Hildesheim Anfang des 20. Jahrhunderts befanden sich am Bahnhof Droschken- und Auto-Haltestellen. Die Tarife (Fahrpreise) richteten sich nach der Länge der Fahrt. Weiterhin standen in beschränkter Anzahl Landauer zur Verfügung, deren Fahrpreise nach Vereinbarung berechnet wurden.

  

In Hildesheim gab es für dieses Gewerbe mehrere Unternehmen:

 

Becker, Brühl 21

Beckmann, Einumer Straße 97

Gremmel, Alter Markt 3

Höpfner, Michaelisplatz 10

Moses, Braunschweiger Straße 63

Röbbeling, Hannoversche Straße 8

Schrader, Kaiserstraße 18

Wunstorf, Braunschweiger Straße 32

und weitere kleinere Fuhrunternehmen.  



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