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Personen "D"


Damme, vom


Dieburg, Peter

gestorben 1494 in Hildesheim. Peter Dieburg war Ordensbruder und Kirchenrektor.

Dieburg war von 1476 - 1494 Rektor (Rector ecclesiae)  der Hildesheimer Niederlassung der Brüder vom gemeinsamen Leben.

Peter Dieburg, der dem Hildesheimer Brüderhaus seit seiner Gründung über 50 Jahre angehört hat, rühmt in seiner Biographie Bernhard von Büderich  als einen feurigen Prediger und treuen Scholarenseelsorger. Beide vertraten die Hildesheimer Richtung der Brüderbewegung, die eine zunehmend klösterliche, weltabgewandte Entwicklung der Konvente ablehnte.

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Dethmar


Dassel, Rainald von

Dassel wurde um 1114/20 in ? geboren und verstarb am 14.8.1167 in Rom.

Er war am Hildesheimer Dom Domkellner und Dompropst.

Rainald stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Dassel. Die Familie war mit den Erzbischöfen von Mainz eng verbunden und schloss sich nach 1138 den Staufern an. Als einziger seiner Familie hat Rainald überregionale Bedeutung erlangt. Rainald war der zweite Sohn des Grafen Reinold I. von Dassel. Die Mutter war Mathilde von Schauenburg. Sein Geburtsdatum ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich ist 1120. Der ältere Bruder Ludolf I. war Erbe der Grafschaft. Die Schwester Gepa war Äbtissin von St. Ursula in Köln.

Rainald wurde in der Domschule von Hildesheim ausgebildet und studierte in Paris. Dort hörte er unter anderem bei Adam Parvipontanus. 

Um 1146 war er als Subdiakon und Domcellarius (Domkellner) in Hildesheim tätig. Damit war er für die wirtschaftlichen Belange des Domstifts  zuständig. Im Domkapitel lehnte er sich eng an den Dompropst und  späteren Bischof von Passau Konrad von Babenberg an. Er wurde um 1148 dessen Nachfolger als Dompropst.

Rainald wurde mit bedeutenden Aufgaben betraut. So reiste er zusammen mit Wibald von Stablo 1146 nach Rom. Damit bekam er Kontakt zu einem der führenden Gesandten und Politiker im Umfeld des Hofes. Mit diesem blieb er auch später im Briefkontakt. 1148 vertrat er Bischof  Bernhard I. auf dem Konzil von Reims. Dort erregten seine Äußerungen allgemeine Aufmerksamkeit, so dass er von Johannes von Salisbury in den Historia pontificalis erwähnt wurde. In der Folge wurde er Propst des Stifts St. Mauritius, des Petersstifts in Goslar (1153), des Domkapitels  in  Münster (1154), des Stifts St. Servatius in Maastricht (1156) sowie des St. Victorstifts in Xanten (1159). Er war Freund gelehrter Männer und war bewandert in antiken Schriften. Auf sein Betreiben hin wurde in Hildesheim die erste steinerne Brücke über die Innerste gebaut. Als 1153 die Wahl eines neuen Bischofs in Hildesheim anstand, verzichtete er auf eine Kandidatur zu Gunsten von Bruno.  

Er hatte seit längerem Kontakt zum königlichen Hof. Im Mai 1156 wurde er daher von Kaiser Friedrich I. Barbarossa in die Reichskanzlei berufen. Zwischen beiden bestand ein enges vertrauensvolles Verhältnis. Rainald wurde zum engsten Vertrauten des Herrschers und hat dessen Politik bis zu seinem Tod entscheidend mitbestimmt.

Nachdem im Dezember 1158 der Kölner Erzbischof Friedrich II. von Berg in Pavia gestorben war, warb der Kaiser ausdrücklich für die Wahl von Rainald von Dassel als Nachfolger. Während er im Heerlager vor Mailand weilte, wurde er denn auch in Abwesenheit im Juni 1159 zum Erzbischof von Köln gewählt.  

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