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Christliche Bruderschaften


Allgemeines

Private Wohltätigkeit übten auch die „Bruderschaften“. 1362 wird die Bruderschaft „Unserer lieben Frau“ von den Schneidern und anderen gegründet. Ihr ähnlich war die Bruderschaft „vom göttlichen Helfer“ in der Andreaskirche, 1389 durch Statuten organisiert.

Namentlich die Gilden gliederten sich einer kirchlichen Bruderschaft an, die vornehmlich das Begräbnis verstorbener Mitglieder besorgte.

Die Kramer stifteten die „Bruderschaft zum hl. Johannes“ in der Andreaskirche; Schmiede- und Zimmerleute bildeten die „Godehardibruderschaft“ in der Godehardikirche; die Schmiede hielten ihre Feierlichkeiten in der Kapelle der 10000 Märtyrer beim Dominikanerkloster; die Leinewebergesellen stifteten 1381 ein Licht in der Franziskanerkirche St. Martin.

Im Jahre 1400 verbot der Rat jedoch Gesellen und Dienstknechten die Bildung eigener Bruderschaften, um die verhältnismäßig großen Aufwendungen dafür zu verhindern.

Text-Quelle:       (1) A. Zeller: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Band 2, Kapitel 4; Selbstverlag, Hannover 1912; Seite 81

Bruderschaft der Gilden

Bruderschaft des großen Kaland

Bruderschaft "unserer Lieben Frau"

Bruderschaft "vom göttlichen Helfer"

Bruderschaft zum Hl. Johannes

Erasmi-Georgii-Bruderschaft 

Godehardi-Bruderschaft

Kaland unserer Lieben Frau am Dome zu Hildesheim → Bruderschaft "unserer Lieben Frau"

Lambertus-Bruderschaft


Bruderschaften der Gilden

Die Hildesheimer Gilden gliederten sich in einer kirchlichen Bruderschaft, die vornehmlich das Begräbnis verstorbener Mitglieder zu besorgen.

Die Schmiede hielten ihre Feierlichkeiten in der Kapelle der 10000 Märtyrer beim Dominikanerkloster; die Leinenweber stifteten 1381 ein Licht in der Franziskanerkirche St. Martin.

Im Jahre 1400 verbot der Rat jedoch Gesellen und Dienstknechten die Bildung eigener Bruderschaften, um die verhältnismäßig großen Aufwendungen dafür zu verhindern.

Text-Quelle: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Selbstverlag der Provinzverwaltung; Hannover 1912, Band II, Heft 4, Teil 2, Seite 81


Bruderschaft des großen Kaland

Gemeinsame Unterstützung, Wohltätigkeit und gegenseitiges Vertrauen verband die als „Kaland“ bezeichnete private Organisation, die in Hildesheim als „Bruderschaft des großen Kalands“ 1320, später, 1402 als „Kaland Unserer lieben Frau am Dome zu Hildesheim“ genannt wurde.

Text-Quelle: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Selbstverlag der Provinzverwaltung; Hannover 1912, Band II, Heft 4, Teil 2, Seite 81 


Bruderschaft "Unserer lieben Frau"

1362 wurde diese Bruderschaft von Hildesheimer Schneidern und anderen gegründet.

Sie spendete bei Trauerfällen ihrer Mitglieder Almosen, ihr Hospital „Unserer lieben Frauen Haus auf dem Damme“, diente sechs armen Frauen als dauernde Unterkunft. 

Text-Quelle: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Selbstverlag der Provinzverwaltung; Hannover 1912, Band II, Heft 4, Teil 2, Seite 81


Bruderschaft "vom göttlichen Helfer"

Ähnlich der Bruderschaft „Unserer lieben Frau“ war die Bruderschaft „vom göttlichen Helfer“ in der Andreaskirche, die 1389 ihren Dienst aufnahm.

Text-Quelle: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Selbstverlag der Provinzverwaltung; Hannover 1912, Band II, Heft 4, Teil 2, Seite 81 


Bruderschaft zum Hl. Johannes

Die Kramergilde stiftete diese Bruderschaft in der Andreaskirche. Sie diente hauptsächlich dazu das Begräbnis ihrer Mitglieder zu besorgen.

Text-Quelle: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Selbstverlag der Provinzverwaltung; Hannover 1912, Band II, Heft 4, Teil 2, Seite 81 


Erasmi-Georgii-Brüderschaft

Die Aufgaben dieser geistlichen Bruderschaft waren, sich gegenseitig mit Fürbitten, Vigilien, Messen und Seelbädern zu unterstützen.


Godehardi-Bruderschaft

Die Schmiede- und Zimmerleute stiftete diese Bruderschaft in der Godehardikirche. Sie diente ebenfalls hauptsächlich dazu, das Begräbnis ihrer Mitglieder zu besorgen.

Text-Quelle: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover; Selbstverlag der Provinzverwaltung; Hannover 1912, Band II, Heft 4, Teil 2, Seite 81 


Kaland unserer lieben Frau am Dome zu Hildesheim

→ Bruderschaft des großen Kaland


Lambertus-Brüderschaft

Diese geistliche Bruderschaft, diente der Aufgabe, sich gegenseitig mit Fürbitten, Vigilien, Messen und Seelbädern zu unterstützen. In der Lambertus-Brüderschaft waren hauptsächlich Schuhmacher - wegen der Stiefel die der Heilige als Attribut trug - vertreten.



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Dank an Herrn Verala für seine Beiträge. Jedoch war diese Bruderschaft nicht in Hildesheim tätig. Dennoch freue ich mich über jeden Beitrag zum Hildesheimer Lexikon 

Kommentare: 6
  • #6

    Juan Carlos Blanco Varela (Sonntag, 29 Oktober 2017 21:06)

    Laut der Chronik Misburg 2012 ISBN 978-3-00-038582-7, und das Jubilúmsheft "1000 Jahre Mudzborgh"2015 ISBN 978-3-00-048287-6 ,war doch die Bruderschaft der Mudzborgh nicht nur in den Bistum Hildesheim tätig, sie war auch Ständig in der Diözesestadt, da eine der Gründer der Bruderschaft im Jahr 1182, Ritter Dietrich I von Alethen,gleichzeitig Ministeriale des Bischofs Adelog von Hildesheim gewesen ist, damals stand die Bruderschaft der Mudzborgh in Dienste des Bischof Adelog.

  • #5

    Juan Carlos Blanco Varela (Samstag, 11 März 2017 21:03)

    Ritter Dietrich I von Alethen, als Ritter der Bruderschaft der Mudzborgh,war Ministeriale des Bischof Adelog von Hildesheim im Jahr 1182 und die Mudzborgh on Bischf Bernward ,schützte ab 1013 die Hauptstadt der Diözese Hildesheim, daher bin ich der Meinung, das die Bruderschaft der Mudzborgh, die auch den Bistum diente, doch mit Hildesheim Geschichtlich seit seine Gründung im Jahr 1182, verbunden ist.
    Juan Carlos Blanco Varela

  • #4

    Juan Carlos Blanco Varela (Donnerstag, 26 Januar 2017 19:33)

    Die Älteste Bruderschaft des Bistum Hildesheim und Deutschland, ist die Bruderschaft der Mudzbogh,zu Ostern 1182, durch den Herzog Heinrich der Löwe, in der Kapelle der Festung Mudzborgh(Misburg), gegründet.Die Mudzborgh, wurde im Zeitalter der Ottonen 1013 durch Bischof Bernward von Hildesheim, gebaut.
    Siehe Chronik Misburg 2012 und das Jubiläumsheft "1000 Jahre Mudzborgh vom2015
    beide Exemplare wurden den Bischof Nobert Trelle von Hidesheim, übergeben.
    www.bruderschaft-der-mudzborgh.de

  • #3

    Juan Carlos Blanco Varela (Sonntag, 19 Juni 2016 13:50)

    Am 20.7.2016, wird die Bruderschaft der Mudzborgh, zur Kathedrale von Santiago de Compostela, pilgern. Der Erzbischof von Santiago Mons. Julian Barrio Barrio, hat die Bruderschaft der Mudzborgh, zu eine Audienz eingeladen. Die teilstrecke des Transeuropäischen Jakobsweg zwischen Celle und Hannover-Marktkirche, ist bereits registriert als ein Pilgerweg der seit den Mittelalter durch das Bistum Hildesheim(Gau Asfala) ,verlief. wir werden versuchen, Grüsse vom Bischof der Hauptstadt der Diözese Hildesheim, zu überbrigen, ein Schreiben von Bishof Nobert Trelle, währe der geeignete Grüss.

  • #2

    Blanco Varela,Juan Carlos geplant (Sonntag, 15 Mai 2016 17:26)

    Herzog Heinrich der Löwe, gründete im Jahr 1182, die älteste Bruderschaft Deutschland.
    Zu Ostern 1182, wurde die Bruderschaft der Mudzborgh, in der Kapelle der Mudzborgh(Heute St.Anna-Kirche in Misburg), mit ein Geheimen Schwur, gegründet.
    Die Festung Mudzborgh, wurde im Jahr 983 geplant und auf wünsch von Kaiserin Theophanu(991 gestorben) durch Bischof Berward von Hildesheim, im Jahr 1013 gebaut.
    Mehr Info über die Bruderschaft: www.bruderschaft-der-mudzborgh.de

  • #1

    Blanco Varela,Juan Carlos (Sonntag, 15 Mai 2016)

    Die Bruderschaft der Mudzborgh, wurde im Jahr 1182 durch Heinrich der Löwe, in der Kapelle der Festung Mudzborgh(Misburg).
    Die Mudzborgh wurde im Jahr 1013 durch Bischof Bernward von Hildesheim,gebaut.
    Die Bruderschaft der Mudzborgh fühlt sich mit den Bistum Hildesheim verbunden.
    Siehe: Chronik Misburg 2012, und das Jubiläumsheft"1000 Jahre Mudzborgh" vom 2015.

    mehr info: www.bruderschaft-der-mudzborgh.de