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Personen "S"


Schaumburg


Schnedtlagen, Nikolaus Eberhard

Schnedtlagen war Hildesheimer Domkanonikus.

Er war Erbauer der Kurie  v. Bochholtz


Schorlemer, Franz Wilhelm von

Franz Wilhelm von Schorlemer: Sohn des Arnold Johann von Schorlemer zu Oberhagen und der Odilie Elise von Landsberg zu Erwitte; 1668 aufgeschworen; bestattet in der Kapelle Aller Patronen im Dom. 


Schultze-Berlin, Friedrich

Regierungs- und Baurat, Ende des 18. Jahrhunderts


Schwartz, Gustav

Gustav Schwartz (1847 – 1910) war Schüler des Gymnasiums Andreanum und studierte 1864 – 1870 als Schüler Conrad Wilhelm Hases Architektur am Polytechnikum in Hannover. Nach einer Tätigkeit im Architekturbüro von Hase wurde er auf dessen Empfehlung 1876 zum Stadtbaumeister in Hildesheim gewählt. In seiner Amtszeit entstanden in Hildesheim zahlreiche Gebäude, darunter mehrere Schulgebäude (u. a. Michelsenschule, Treibeschule), der Neubau des Städtischen Krankenhauses am Weinberg, aber auch der Gelbe Turm auf dem Spitzhut. Auch der Turmbau der Andreaskirche und der Umbau des Rathauses wurden unter seiner Leitung geplant und ausgeführt.

Darüber hinaus war Schwartz wesentlich an den Bemühungen Oberbürgermeister Struckmanns beteiligt, die historische Bausubstanz der Stadt, die in der Gründerzeit gefährdet war, zu erhalten.


Schwemann, Friedrich-Wilhelm

Friedrich-Wilhelm Schwemann wurde 1817 in Hildesheim geboren und verstarb 1897 ebenfalls in Hildesheim.

Schwemann war Inhaber der „Königl. Hannoverschen Eisenfactorei Schwemann “.

Nach seiner kaufmännischen Ausbildung und Tätigkeiten bei mehreren auswärtigen Firmen übernahm er die väterliche Firma. Früh schon wendete er sich öffentlichen Aufgaben zu. 1845 wurde er, mit nur 28 Jahren, zum Bürgervorsteher gewählt. Danach diente er in verschiedenen Stellungen seiner Vaterstadt.

Zum ehrenamtlichen Senator ernannt, vertrat er mehrmals Hildesheim als Deputierter bei der Hannoverschen Ständeversammlung. Später gab er nach und nach seine verschiedenen Ämter und Stellungen auf, um sich als Senator ganz den städtischen Anliegen der Stadt widmen zu können.

Zum Dank für seine aufopfernde Tätigkeit im Dienste der Allgemeinheit wurde der erfolgreiche Wirtschaftsmann an seinem 75. Geburtstag im Jahre 1892 mit der Würde des Ehrenbürgers ausgezeichnet.

In seinem Ruhesitzhaus an der Zingel , wo später die Schwemannstraße angelegt wurde, verstarb Schwemann im Jahre 1897. 

Text-Quelle:

- Literatur

- Webseite

Bildquelle:

- Ansichtskarten

- Foto / Bild


K. Sievert, Hildesheimer Heimat-Kalender “23 Ehrenbürger"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1970, Seite 72




K. Sievert, Hildesheimer Heimat-Kalender “23 Ehrenbürger"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1970, Seite 72



Schwicheldt, Cord von

auch: Conrad von Schwicheldt

Schwicheldt war Ende des 15. Jahrhundert Stiftsmarschall.



Senking, Anton

Anton Senking wurde am 30.3.1838 in Hildesheim geboren und verstarb am 10.1.1904 ebenfalls in Hildesheim.

Dem Schlossermeister Friedrich Hage (1799-1861) in der "Langen Burgstraße" kam 1857 die Idee, einen transportablen Kochherd herzustellen, er schuf damit die Ausgangsbasis für die industrielle Fertigung. Seine Witwe heiratete 1863 Anton Senking, der die Entwicklung der Kohleherdproduktion fortsetzte und die Firma Senking gründete.

1865 begann er mit der Serienproduktion des von Hage entwickelten transportablen Kochherds. Nach der Produktion des 50.000sten Stückes wurde er zum Kommerzienrat ernannt.

Anton Senking, der 40 Jahre lang an der Spitze seines Unternehmens stand, gehörte von 1887 bis 1898 dem Kollegium der Bürgervorsteher an.



Steinhoff, Burchard

Domherr und Domkellner,

Grabstätte in der Laurentiuskapelle im Mariendom


Stöckheim, Diedrich von

Domherr; stiftete die Mattäuskapelle im Dom



Struckmann, Gustav

Gustav Struckmann wurde am 21.1.1837 in Osnabrück geboren und verstarb am 28.10.1919 in Hildesheim. Struckmann war 

1875 bis 1885 Bürgermeister, ab 1885 Oberbürgermeister Hildesheims, sowie 

Mitglied des Preußischen Herrenhauses und Reichstagsabgeordneter.

Als 39jähriger wurde Struckmann Hildesheimer Bürgermeister. Zuvor war er Obergerichtsanwalt in seiner Geburtsstadt Osnabrück.

Seine 34jährige Amtszeit brachte den Aufschwung Hildesheims von einer Kleinstadt zu einer aufstrebenden deutschen Mittelstadt. Bei seinem Amtsantritt betrug die Hildesheimer Bevölkerung rund 22.500 Einwohner. Als er 1909 in den Ruhestand ging, erreichte die Bevölkerungszahl fast die 50.000-Einwohner-Grenze.

Unter seiner Amtszeit errang Hildesheim den Ruf als ausgesprochene Stadt der Schulen. Die Wiederherstellung des alten Rathauses und die Ausschmückung des Rathaussaales mit den Prellschen Fresken sind sein Werk. Seiner besonderen Aufmerksamkeit widmete er sich den heimischen Kunstdenkmälern. Struckmann war das erste Stadtoberhaupt in Deutschland, der die wertvollen Fachwerkbauten der von ihm betreuten Stadt in städtischen Besitz brachte und so vor dem Abbruch rettete.

Eine Reihe wichtiger Bauten und Anlagen verdanken wir Gustav Struckmann, so u.a.: Schlachthof, Krankenhaus, Elektrizitätswerk und Straßenbahn, Zentralfriedhof, Hochdruckleitung u.a                                                                    

 Nach seiner Pensionierung widmete er sich, ebenso wie sein Vorgänger Boysen, der Hildesheimer Geschichte.

Als er am 28.10.1919 verstorben, auf dem von ihm geschaffenen Zentralfriedhof seine letzte Ruhe fand, kam im Nachruf der Stadtverwaltung zum Ausdruck, was ganz Hildesheim empfand: „Er hat Großes für unsere Stadt geleistet.“

1909 wurde er Ehrenbürger der Stadt, 1917 wurde in der Neustadt die Struckmannstraße nach ihm benannt.

 

Ehrungen:

  • 1907 wurde Gustav Struckmann die Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen verliehen.
  • Anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand erfolgte 1909 die Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Hildesheim.
  • 1917 wurde die Struckmannstraße nach ihm benannt.

Er war Träger hoher preußischer Orden:

des Roten Adlerordens II. Klasse mit Eichenlaub sowie des Königlichen Kronenordens II. Klasse mit Stern 

Text-Quelle:

- Literatur

- Webseite

Bildquelle:

- Ansichtskarten

- Foto / Bild


F. Rickey, Hildesheimer Heimat-Kalender “Die Oberen der Stadt Hildesheim"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1954, Seite 57f

http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Struckmann



K. Sievert, Hildesheimer Heimat-Kalender “23 Ehrenbürger"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1970, Seite 72