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Justizgebäude in Hildesheim

 Amtsgericht 

Gerichtslaube 

Landgericht 

Langwierige Stube  

Polizeidirektion 

Pupillen-Collegium

Werk- und Zuchthaus


Amtsgericht

Das Amtsgericht befand sich 1919 am Godehardiplatz


Gerichtslaube

Die „Gerichtslaube“  bzw. Rathauslaube befand sich an der südwestlichen (rechten) Ecke der Arkadenreihe des Rathauses am Marktplatz. Dort wurden in frühen Zeiten Gericht gehalten.


Landgericht

Das Landgericht befand sich (1920) am Domhof  Nr. 19.

Text-Quelle:

F. Borgmeyer, "Führer durch Hildesheim", Verlag F. Borgmeyer Hildesheim 1920, Seite 66



"langwierige stube"

Dies ist eine frühe Bezeichnung für das bürgerliche Gefängnis im Rathauskeller. Für schwere Verbrecher gab es Gefängnisse im Hintergebäude des Rathauses. Eines davon war die "Lilie".

Text-Quelle:

W. Wachsmuth, Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte; Verlag Bauer & Raspe, Nürnberg 1857; Seite 25f



Polizeidirektion

Die städtische Polizeidirektion befand sich um 1900 im Lüntzelhaus am Marktplatz, Rathausstraße 13. 


Pupillen-Collegium

Mit „Pupillen-Collegium“ wurde im 19. Jahrhundert das Obervormundschaftsgericht bezeichnet.

"Pupillen" ist ein alter Ausdruck für Minderjährige und/oder Unmündige, die unter Vormundschaft stehen, auch Mündel, Pflichtbefohlene oder Pflegekind genannt. Die Behörden haben teilweise auch die Vormundschaft von Erwachsenen bearbeitet.

Laut einem Adressbuch von 1827 hatte es seinen Sitz im „Schloß“, der ehemaligen Residenz des Fürstbischofs am Domhof.


Werk- und Zuchthaus

In dem 1750 am Martinikloster errichtete Zuchthaus verbrachten Schwerverbrecher ihre zu verbüßende Freiheitsstrafe. Hier wurden vorzugsweise die untergebracht, denen die jetzt häufiger ausgesprochene „Karrenstrafe“ zuerkannt worden war: an seiner „Karre“ angeschlossen, reinigte der Sträfling dann unter Aufsicht eines Stadtsoldaten die Gasse oder arbeitete an der Stadtbefestigung.

Da aber die Räume am Martinikloster oft nicht ausreichten und ein entweichen aus der Karre mit Beförderung guter Freunde nicht selten war, wurden mitunter gefährlichere Straftäter mit Genehmigung des Schutzherren auch wohl im Zuchthaus von Celle untergebracht. 

Text-Quelle:

Johannes Heinrich Gebauer, „Geschichte der Stadt Hildesheim“; A. Lax-Verlag Hildesheim, 1922; Band 




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