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Amts- Gilde- und Innungshäuser


Bäckeramthaus

Brauer-Gildehaus 

"Gildehäuser" am Hindenburgplatz

Heringswäscher-Innungshaus

Knochenhauer-Amthaus (Lapidis)

Knochenhauer-Amthaus (St. Andreas)

Kramer-Gildehaus

Kürschner-Gildehaus

Schlosser-Gildehaus → Gildeh. am Andreasplatz

Schmiede-Gildehaus → Gildeh. am Andreasplatz

Schneider-Gildehaus → Gildeh. am Andreasplatz

Schuhhof

Weißgerber-Gildehaus 

Wollenweber-Gildehaus 



die Bäckeramtshäuser

IN DER HOSENSTRASSe

Das Bäckeramtshaus in der Hosenstraße wird urkundlich 1438 erwähnt.

Text-Quelle:

- Literatur


K. Illge; "Hildesheimer Heimat-Kalender 1973"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; Seite 54


AM MARKTPLATZ

Die Hildesheimer Bäcker errichteten bereits 1451 ihr erstes Zunfthaus am Marktplatz. Die heutige Form des dreigeschossigen Fachwerkhauses geht auf das Jahr 1825 zurück. Auffällig sind besonders der offene Arkadengang zur Rathausstraße und das mit Backsteinen gefüllte Fachwerk.

Im Bäckeramtshaus befindet sich heute ein Café.


Das Brauer-Gildehaus

Das vor 1558 erbaute Gebäude stand in der Osterstraße 58, unmittelbar südlich neben der St. Georgienkirche, also fast gegenüber der Einmündung der Marktstraße.

Die Hildesheimer Brauergilde kaufte 1558 das Haus, das dem Bürgermeister Hermann Sprenger gehört hatte, aus  den  Händen seiner Gläubiger. Das Gebäude wurde zum Brauergildehaus eingerichtet, das Vorderhaus total umgebaut und die Front verschiefert. Zu dem Hauptgebäude gehörte ein 1591 erbautes Hinterhaus, das als „Hochzeitshaus“, also als Festsaal  benutzt wurde. 

Am 22. März 1945 wurde das Gebäude im Bombenhagel zerstört.

Text-Quelle:

- Literatur


Hildesheimer Heimat-Kalender-"Kleine Heimat-Chronik"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1958, Seite 85



Die "Gildehäuser" am Hindenburgplatz

Die „Gildehäuser“ mit Ehrenpforte waren wohl die kurzlebigsten Gebäude, die jemals in Hildesheim errichtet wurden.

Am heutigen P. v. Hindenburgplatz wurden für den Besuch Kaiser Wilhelm II. am zur Einweihung des Kaiser Wilhelm-Denkmals, Kulissenhäuser aus Holz und Pappe hergestellt. Sie waren mit Fahnen, Girlanden, Wappen geschmückt und im Stil von Fachwerkhäusern bemalt.

Allein für den dreistündigen Besuch des Kaisers wurden 44.442,17 Mark  ausgegeben, davon 4554,70 Mark für die Arbeiten an den „Gildehäusern.“

Weitere bauliche Maßnahmen für den Besuch war die „Paradetreppe“ des Bahnhofs.


Das Heringswäscher-Innungshaus

auch einfach nur "Heringshaus"

Das 1379 erstmals bezeugte Innungshaus der Heringswäscher war an der Hagenbeke gelegen.


Das Lapidis-Knochenhauer-Amthaus

Dieses, wohl älter als das große Knochenhauer-Amthaus am Marktplatz, Amthaus lag an der Ecke Burgstraße 1/Am Steine und nannte sich „Lapidis“ bzw. „Auf den Steinen“ oder „Zu St. Martin“. Auch "Martens Kuhfuß" oder "Kleines Knochenhauer-Amthaus" ist eine Uralte Bezeichnung des Amthauses. Das Siegel dieses Amtes  zeigte  einen Heiligen, der wohl St. Martin sein soll. 

Es war auch ein recht ansehnliches Gebäude, das aber in seiner architektonischen Schönheit weit hinter dem Amthaus am großen Markt stand.

Das umgebaute Erdgeschoß war ursprünglich in Erd- und Zwischengeschoß, die bündig übereinander saßen, aufgeteilt. Darüber saß ein sehr hohes, vorgekragtes Obergeschoß, das den großen Versammlungssaal beherbergte. Vorgekragt waren auch die Obergeschosse im Giebel und das pfannengedeckte Steildach an der Traufseite zur Burgstraße hin. Verkröpfte Gesimsleisten, Rollkonsolen und Vorhangbögen in den Fenstern deuteten auf die Renaissancezeit hin.

Das alte Portal des Hauses trug die Jahreszahlinschrift 1573. Das Haus war also 44 Jahre später konstruiert als das Fleischer-Gildehaus am Marktplatz und doch war der Stil derselbe: Gotik mit Renaissancezier. Dieser Stil war in der Zeit von ungefähr 1500 bis ca. 1650 nördlich der Alpen im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ sehr beliebt.

Das Holzfachwerkgebäude wurde bereits im Jahre 1906 abgebrochen. 

Text-Quelle:

- Literatur

Bildquelle:

- Foto / Bild


K. Illge, Hildesheimer Heimat-Kalender “Kulturdokumente aus Stein"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1973, Seite 49f


K. Illge, Hildesheimer Heimat-Kalender “Kulturdokumente aus Stein"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1973, Seite 51



Das Knochenhauer-Amthaus St. Andreaskirche

1541 bauten die Knochenhauer ihr zweites Amtshaus „zu St. Andreas“, das zwischen dem alten Andreanum und der Rats-Münze lag. Ihr Siegel  zeigte einen Ochsenkopf. Es wurde also in der gleichen Epoche wie das Amthaus am Markt und dem in der Burgstraße erbaut.    

Der Bau wurde 1881 durch einen Brand zerstört. 

Text-Quelle:

- Literatur


K. Illge; Hildesheimer Heimat-Kalender “Kulturdokumente aus Stein"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1970, Seite 53



das Kramer-Gildehaus



Das Kürschner-Gildehaus

Ein Kürschnergildehaus stand 1441 in der Eckemeckerstraße  und eines wird 1452 auf dem Kniepe erwähnt. In einer Urkunde wird ein  "Kürschnerhof" 1489 auf der Schenkenstraße liegend genannt. 


Der Schuhof

Dort wo heute in der Rathausstraße 19 das Verlagshaus des Gerstenbergverlags steht, stand einst eines der beiden Amts- oder Gildehäuser der  Gerber und Schuhmacher, der sogenannte "Schuhhof". 

1268 erwarb der Rat zum Bau des neuen Rathauses vom Schuhamt deren Marktstände, weil sie "zum gemeinen Nutzen unserer Bürgerschaft   von nöten seien", und überließ dafür den Schustern ein anderes Grundstück, eben jenes, auf dem 1539 der später sogenannten "Schuhhof" errichtet wurde.

Da das Haus Braugerechtigkeit besaß, hatte es eine große Diele, in der durch Luken nach den Böden im Obergeschoß die Braugerste hochgebracht werden konnte.

1830 wurde der Schuhof abgerissen. 

Text-Quelle:

- Literatur


Beiträge zur Hildesheimer Geschichte; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1829, Band 1 Seite 326

K. Illge, Hildesheimer Heimat-Kalender “Kulturdokumente aus Stein"; Gerstenberg-Verlag Hildesheim; 1973, Seite 53



Das weissgerber-gildehaus

Direkt gegenüber dem Johannes-Hospital in der Dammstraße stand an der Dammtorbrücke das 1595 errichtete Gildehaus mit der Hausnummer 8.

Es war mit verschiedenen Wappen versehen.

1945 wurde es beim Bombenangriff zerstört. Heute steht an der Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus.


Das Wollenweber-Gildehaus

Das um 1572 erbaute Gildehaus, später auch als "Ludowigsches Haus" bezeichnet, ist heute Teil des Hotels „Le Meridien“ und befand sich in der Seilwinderstraße am Marktplatz.  



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